GESCHICHTE VON HARLEY DAVIDSON

Die älteste und sicher traditionsreichste Motorrad-Marke der Welt, Harley-Davidson, feierte im Jahre 2003 ihren 100.Geburtstag. Gleichzeitig darf die Company mit Sitz in Milwaukee im US-Bundesstaat Wisconsin auf das erfolgreichste Jahr ihrer Geschichte zurückblicken: 1997 hat Harley-Davidson 132.285 Motorräder produziert – so viele wie nie zuvor. Doch nicht hohe Stückzahlen sind es, die den Ruf von Harley-Davidson ausmachen.

Viel beeindruckender ist, daß sich die Marke im Laufe ihrer langen Firmengeschichte zu einem einzigartigen
Mythos entwickelt hat. Für viele Harley-Davidson Fahrer sind ihre Motorräder mehr eine Weltanschauung als ein Freizeit- oder Transportgerät. Die Firmengeschichte nahm ihren Anfang im Jahre 1903, als William S. Harley, zusammen mit den Davidson-Brüdern Walter und Arthur, mit der Konstruktion und dem Bau eines
Motorrades begann. In einem nur zwölf Quadratmeter großen Holzschuppen.

In Milwaukee entstand die erste Harley-Davidson, das Modell Silent Grey Fellow. Ganze drei Exemplare verließen 1903 das "Werk". Doch schon 1907 schloß sich der dritte Davidson-Bruder, William, den drei
Motorradpionieren an, und die vier gründeten die Harley-Davidson Motor Company Inc. Im Jahr 1909 entstand dann das, was bis zum heutigen Tag als Synonym für alle Harley-Davidson Maschinen gilt: der mächtige V2-Motor mit einem Zylinderwinkel von 45°.

Schon elf Jahre später, im Jahr 1920, produzierten in Milwaukee 2.000 Mitarbeiter 28.980 Maschinen,
und Harley-Davidson stieg zum größten Motorradhersteller der Welt auf.

Auch wenn Harley-Davidson bis heute am V 2-Konzept festgehalten hat, wurde der Motor im Laufe der
Jahrzehnte immer weiterentwickelt und den Erfordernissen der Zeit angepaßt. Heute findet man den V 2
in über 20 Modellen vier verschiedener Baureihen: Sportster, Tourer, Chopper und Cruiser. Diese vier
Kategorien wurden allesamt von Harley-Davidson stark beeinflußt oder gar ins Leben gerufen: 1957 eröffnete
die erste Sportster eine Reihe leichter, wendiger Motorräder; 1965 begründete die erste Electra Glide
die Tradition der vollausgestatteten Tourenmotorräder; 1971 avancierte mit der Super Glide das erste Modell
der Chopper-Baureihe.


1989 schließlich läutete die Fat Boy die heute so aktuelle Cruiser-Ära ein. Obwohl Harley-Davidson kurzzeitige Modeerscheinungen anderen überlassen hat, setzt die Traditionsmarke stets Trends, statt ihnen

hinterherzulaufen.
Doch Tradition setzt bekanntlich auch Innovation voraus:
Harley-Davidson begegnet den Anforderungen an die Zukunft unter anderem mit einem zusätzlichen,
nagelneuen Werk in Kansas City, Missouri, das Anfang 1998 eingeweiht wurde.
Damit beschäftigt die Harley-Davidson Motor Company jetzt rund 6.000 Mitarbeiter an acht Standorten in Wisconsin, Pennsylvania, Missouri und Alabama.

Allein 1997 wurden 450 Millionen Mark in Forschungs- und Produktionsanlagen investiert. 1998 wächst die
Produktionskapazität auf 145.000 Einheiten an. Daß sich Harley-Davidson nicht allein auf typische Marktsegmente festlegt, unterstreicht der erst kürzlich erfolgte Erwerb der Aktienmehrheit an Buell, einem amerikanischen Motorradhersteller, der sportliche Motorräder mit Harley-Davidson Motoren anbietet.

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